Zum Inhalt springen

Startschuss:Das Projekt „Unsere (Um-)Welt - Hoffen und Handeln“

Logo 10 Jahre Laudato Si'
Datum:
4. März 2025
Von:
Sebastian Zink

10 Jahre Enzyklika Laudato si'

Der Anlass …

Vor 10 Jahren hat Papst Franziskus die Umwelt – und Sozialenzyklika „Laudato si‘ – über die Sorge für das gemeinsame Haus“ veröffentlicht. Die Enzyklika fand weltweit große Beachtung: Erstmals hatte ein Papst oder überhaupt das Oberhaupt einer Weltreligion die ökologischen Herausforderungen der Gegenwart nicht nur deutlich benannt, sondern auch versucht ihre tieferliegenden Ursachen herauszuarbeiten und Lösungsansätze zu entwickeln. Gerade in nichtchristlichen Kontexten wurde die Enzyklika daher überwiegend sehr positiv aufgenommen (mehr Hintergrundinformationen zur Enzyklika Laudato si‘ hier).

Mit dem Titel der Enzyklika bezieht sich Papst Franziskus auf den Sonnengesang bzw. das Lob der Schöpfung des hl. Franz von Assisi. Die enge Verbundenheit des hl. Franz mit allem Geschaffenen, die in dem Gesang zum Ausdruck kommt, ist für Papst Franziskus eine zentrale Grundlage christlicher Schöpfungsverantwortung. Die franziskanische Gemeinschaft feiert in diesen Jahren den 800. Geburtstag des wohl 1224-1226 entstandenen Lobs der Schöpfung (mehr Hintergrundinformationen zum Sonnengesang hier).

 

Das Ziel …

Auch 10 Jahre nach der Enzyklika Laudato si‘ und 800 Jahre nach der Entstehung des Sonnengesangs scheinen der Umgang der Menschen mit ihren Mitgeschöpfen, das Bewusstsein für die Angewiesenheit der Menschen auf ihre Mitschöpfung sowie die geschwisterliche Solidarität untereinander nur in Teilen von Kirche und Gesellschaft verbreitet zu sein. Gerade in den letzten Monaten kann man den Eindruck gewinnen, dass es hier vielleicht sogar eher zu Rückschritten gekommen ist.

Die Themen der Enzyklika sind also nach wie vor hochrelevant – sowohl außerhalb wie auch innerhalb der Kirche. Mit dem Projekt „Unsere (Um-)Welt – Hoffen und Handeln“ wollen wir im Erzbistum Bamberg daher von Juni 2025 bis Juni 2026 entgegen manchem gesellschaftlichen Trend die Verantwortung der Christinnen und Christen und eigentlich aller Menschen für die Schöpfung bewusst machen. Wir wollen die bleibende Bedeutung der Enzyklika hervorheben und betonen, dass „Berufung, Beschützer des Werkes Gottes zu sein … weder etwas Fakultatives noch ein sekundärer Akt der christlichen Erfahrung“ (LS 217) ist. Denn eine entsprechende sozial-ökologische Umkehr in der Gesellschaft ist nur durch gemeinschaftliches Handeln möglichst vieler Akteure möglich.

 

Das Vorgehen …

Im Projektzeitraum sollen an möglichst vielen Orten in der Erzdiözese die Themen der Enzyklika und des Sonnengesangs aufgenommen werden. Vielfältige Bildungsformate sind hier denkbar – in der Rubrik Materialien“ haben wir hierzu umfangreiche Materialen zusammengestellt und werden das auch noch weiter ausbauen. Lassen Sie sich ebenso von bereits geplanten Veranstaltungen und durchgeführten Formaten inspirieren.

Insbesondere möchten wir dazu ermutigen, auch künstlerische Zugangswege zur Auseinandersetzung mit den Themen von Laudato si‘ auszuprobieren. Kunst sowohl im Sinne einer Rezeption von Kunstwerken, aber auch im Sinne eigenen künstlerischen Schaffens hat die Möglichkeit, emotionale und kognitive Aspekte miteinander zu verbinden, sie kann helfen gewohnte Denkmuster zu durchbrechen und damit zur aktiven Auseinandersetzung anregen, ebenso kann sie durch Interpretationsoffenheit einen Diskursraum eröffnen.

Melden Sie Ihr Vorhaben einfach unter umwelt@erzbistum-bamberg.de. Auch bei Unterstützungsbedarf können Sie sich gerne an diese Adresse wenden.

Daneben wird das Projekt durch einige größere zentrale Projekte strukturiert.

 

Der Name …

Im Projekttitel „Unsere (Um-)Welt – Hoffen und Handeln“ verbinden sich mehrere zentrale Intentionen, die Papst Franziskus mit seinem Lehrschreiben „Laudato si‘“ verfolgt:

  • Dem Papst treibt die Sorge um unseren Planeten, unsere Welt an, die als Umwelt und Mitwelt gemeinsam von allen Menschen und mit allen Mitgeschöpfen bewohnt wird.
  • Als Christen verstehen wir die Gesamtheit dieser Umwelt als Schöpfung, die ihr Dasein dem Schöpfer verdankt. Zugleich können wir darauf vertrauen, dass Gott seine Schöpfung gewollt hat und sie liebt. So lässt uns Gott immer auf eine gute Zukunft und einen versöhnten Neuanfang hoffen. Wir schlagen damit auch einen Bogen zum Heiligen Jahr 2025 und seinem Motto „Pilger der Hoffnung“.
  • Diese Hoffnung will allerdings nicht dazu verleiten, die Hände in den Schoß zu legen, sondern ganz im Gegenteil im Vertrauen auf den göttlichen Beistand dazu aufrufen, aktiv zu werden und an einer besseren, einer lebenswerten Zukunft für alle Menschen und für das „gemeinsame“ Haus zu arbeiten.

 

Ansprechpartner

Sebastian Zink (Umweltbeauftragter Erzdiözese Bamberg)

Dr. Birgit Kastner (Leitung Hauptabteilung Kunst und Kultur)

Michael Kleiner (Stabsstelle Weltkirche)